Aus den Provinzen - Amtserhebungen in Albernia und Winhall:
Der Hofmarschall von Albernia und der Ritterschaftsrat von
Winhall geben itzo bekannt, dass seine Hochgeboren Targuin Ui
Stepahan ae.H. von Stepahan (Carsten Riedel) zum Baron von
Aiwiallsfest ernannt wurde.
Desweiteren wurde Knut Knallfaust (Marcus-René Duensing) zum Vogt
von Tommeldom [siehe auch Adels-Brevier Nr.1] und Seine
Wohlgeboren Plaic Phonget ot Landodwe (Wilhelm Groegl) zum Edlen
von Eichenhain ernannt. Eichenhain liegt in Koeniglich Abagund.
Aus den Provinzen - Baron von Aiwiallsfest gibt Verlobung bekannt:
Baron Targuin ui Stepahan von Aiwiallsfest gibt seine Verlobung
mit Jungfer Guinwyfar Fenwasian bekannt, welche aus des Barons
eigenem Munde als Freundin der Kobolde und Feen des Farindel-
waldes bezeichnet wurde.
Aus den umkämpften Gebieten - Partisanenkaempfe in Tobrien:
Offenbar regt sich Widerstand in den Gebieten, die der Bethanier
und seine natuerlichen und widernatuerlichen Armeen erobert
haben. Mag es noch einleuchtend - wenn auch erschreckend - sein,
dass Einzelne den dunklen Bund eingehen (denn jene werden von
der Verlockung nach Macht getrieben) und auch das gemeine Volk
in den eroberten Staedten und Doerfern keine Rechte Wahl hat,
als ihrer alten Gesinnung abzuschwoeren (sofern sie ihr Leben
hoeher schaetzen als ihr Seelenheil), so kommt Widerstand
scheibar aus jenen Richtungen, von denen geringster Beistand zu
erhoffen war.
Dem Anscheine nach leisten ehemals Vogelfreie und Wegelagerer
den Eroberern Widerstand, verschafft ihnen doch ihr
unbotmaessiger Lebenswandel entscheidende Vorteile nicht nur
ehemals gegen die Buettel des Reiches, sondern auch gegen die
Heeres- und Garnisionentaktiken wenigstens der menschlichen
Streitkraefte des Bethaniers.
Und bissen sich in der Vergangenheit die diensthabenden Gelehrten
der arkanen Akademien ebenso wie die Inquisitoren der PRAios-
Kirche die Zaehne an Hecken- und Naturzauberern aus, so sind es
eben jene, die mitunter kleine und dennoch bedeutsame Erfolge
gegen das Ungleichgewicht der Sphaeren schlagen.
So soll im fruehen INGerimm ein Zug Pikeniere nach Ilsur
unterwegs gewesen sein. In den Reihen eine Gruppe Geketteter aus
den umliegenden Orten, die wegen ihrer Vergehen "gegen die
siebenzackige Krone" in Ilsur oeffentlich hingerichtet werden
sollten. Ihnen wurde vorgeworfen zu jenem dem INGerimm heiligen
Tage des Feuers Kerzen und Lichter entzuendet zu haben und auch
anderweitig dem Zwecke der Andacht dienlich gewesen zu sein.
Bevor es jedoch zum Schlimmsten an ihren Leibern und Seelen
kommen sollte, wurde der Tross weit vor den Toren der Stadt in
einen Hinterhalt gelockt.
Die Berichte lassen sich in verwirrender Vielfalt an, jedoch in
einigen wichtigen Punkten war man sich einig. Ein alter Mann in
Lumpenkleidern sei aus dem Unterholz hervorgetreten, gestuetzt
auf einen Stock und an seiner Seite eine Ziege, von der er sich
an einer Leine fuehren liess, als sei er mit Blindheit
geschlagen.
Mit einem Male erhoben sich Winde und die Wolken sammelten sich
zu einem heftigen Gewitterschlag ueber dem Trupp der Bethanier,
darob sie zu keiner ernsthaften Gegenwehr faehig waren -
wiewohl der Alte, scheinbar ein Druide, ungeruehrt zwischen ihre
Reihen glitt und den Geketteten auf nicht naeher geklaerte Weise
zur Flucht verhalf.
Erst als sich jener blinde Druide mit der Hand an der Ziege
zurueck ins Unterholz schlug, sei wieder Leben in die Pikeniere
gekommen. Obwohl sie durch das Gestruepp brachen, in welchem
zuvor der Greis verschwunden war, konnten sie ihn nicht finden
und ihre Wut richtete sich nun gegen die Bauern, deren Fluchtweg
nur allzu deutlich zu erkennen war.
Doch die Bewaffneten hatten nur wenige Schritte von der Strasse
fort genommen, als beidseitiger Pfeilhagel auf sie nieder
prasselte und ihrer Verfolgung ein blutiges Ende setzte.
Woher Druide und Bogenschuetzen kamen und wohin sie gegangen
sind, konnte nicht festgestellt werden. Die Fluechtlinge jedoch
gelangten unter ihrem Schutz bis in sichere Gefilde hinter die
Kampfeslinie und von dortaus schliesslich nach Nordmarken.